Orte, die mit dem Familiennamen Bonitz in Verbindung stehen

 


Zwönitz (Sachsen)
Stadt Zwönitz, Kreis Stollberg, PLZ 08297, 11.278 Einwohner

Lage des Ortes Zwönitz, Sachsen
Wappen der Stadt Zwönitz, Sachsen - Klicken für Details Aktuelle und umfassende Informationen erhalten Sie auf der offiziellen Homepage der Stadt Zwönitz im Erzgebirge.

Seit ca. 1160 wird die Fläche der heutigen Stadt Zwönitz bewohnt und bewirtschaftet. Der Ortsname leitet sich vom slawischen Namen des Baches (Zvonica = klingender Bach) ab.
Um 1252 ist der Ort zugehörig zum Zisterzienserkloster Grünhain.
1460 wurde Zwönitz das Stadtrecht verliehen, 1545 folgte das Marktrecht.
Schon vor dem 15. Jahrhundert wurde hier Bergbau betrieben; vornehmlich wurde Eisenerz abgebaut. Aus diesem Grunde erhielt Zwönitz die Bezeichnung Bergstadt mit steuerlichen Privilegien.
Von dem Grünhainer Abt Johannes Funke bekam die Stadt im Jahr 1475 Wappen und Siegel zugeteilt.
Im Bauernkrieg 1525 wurde die Stadt niedergebrannt. Dass auch das Handwerk in der Stadt alt eingesessen ist, weist eine Urkunde von 1525 nach, in der Zwönitz als ´Schuhmacherstadt´ geführt wird.
Plünderungen, Hunger und Seuchen suchten Zwönitz im 30jährigen Krieg heim, man hatte unter der vorteilhaften Lage an einer vielbefahrenen Handelsstraße schwer zu leiden. Am 27. Juni 1640 brach im heutigen Ortsteil Kühnhaide die Pest aus. Dabei starben mehrere Höfe komplett aus. Im Jahr 1640 starben in Zwönitz 28 Personen an der Pest, in Lenkersdorf 10, in Kühnhaide 52 und in Dorfchemnitz 53.
Im Mai 1687 vernichtete ein Stadtbrand Kirche, Rathaus, Schule, 143 Bürgerhäuser und einige Bauernhöfe. Unerträgliche Kriegssteuern brachte der siebenjährige Krieg und bald danach kamen die furchtbaren Hungerjahre 1771/72. Obwohl Bergstadt, spielte der Bergbau bis auf den Eisenabbau, keine große Rolle. Einige Zechen wurden bis ins 19. Jahrhundert betrieben, doch dies auch nur, um sich die Privilegien einer Bergstadt zu sichern.
Man wandte sich schon frühzeitig anderen Erwerbszweigen zu: Lohgerberei, Handel mit Leder, Holz und den begehrten Klöppelspitzen (diese Handfertigkeit wird übrigens auch heute noch in Jugendgruppen und Vereinen gepflegt), Schuhmacherei und Papierherstellung. Schon Anfang des 16. Jahrhunderts hatte Zwönitz einen guten Ruf als Schuhmacherstadt.

Nach dem 2.Weltkrieg gewann Zwönitz im Bereich der Elektrotechnischen Industrie immer mehr an Bedeutung. Bis heute konnte die Wirtschaft auch in schwierigen Zeiten am Laufen gehalten werden. Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden durch Handel, Handwerk und Gastgewerbe.

Zwönitz umfaßt heute auch die früher eigenständigen Ortsteile Kühnhaide und Niederzwönitz. Im näheren Umkreis liegen auch die Orte Lenkersdorf, Dittersdorf, Affalter, Lößnitz, Aue und Grünhain. Bereits um 1610 lassen sich in diesen Orten mehr als 10 Bonitz-Familien nachweisen, deren Verbindungen untereinander jedoch schwer belegbar sind.

In Zwönitz sind in den letzten Jahren mit Unterstützung durch den dortigen Bürgermeister Uwe Schneider viele Kirchenbücher und andere Dokumente genealogisch erfaßt worden. Diese Aufzeichnungen sind als "Zwönitzer Familienbücher" verfügbar und sind für Familienforscher von großem Wert.

Ansicht von Zwönitz im Jahr 1721:

Ansicht von Zwönitz im Jahr 1721

Bonitz (Sachsen-Anhalt)
Gemeinde Pulspforde, Kreis Anhalt-Zerbst, PLZ 39264

Lage des Ortes Bonitz, Sachsen-AnhaltOrtsschild des Ortes Bonitz, Sachsen-Anhalt


Auszug aus dem Buch "Kunstdenkmalinventare des Landes Sachsen-Anhalt" (bereitgestellt vom Verwaltungsamt des "Zerbster Landes"):

BONITZ, 3,7 km östl. von Zerbst.
1331 und 1363 Bonitz, 1341 Bonytz.
1331 erscheint ein Petrus Bonitz, capellanus des Zerbster Nonnenklosters, als Zeuge in einer Urkunde der Äbtissin Sophia.
1341 wird das Dorf Bonitz zuerst erwähnt, und zwar bewidmen die Fürsten Albrecht II und Waldemar II den Altar des hl. Livinius in der Nikolaikirche zu Zerbst mit Einkünften aus dem Orte.
1363 erhielt durch Fürst Waldemar das Zerbster Nonnenkloster Einkünfte aus Bonitz.
Das Dorf, welches früher mit Bone Filial von Luso war, ist jetzt Filial von Bone.
Die Kirche ist 1882 neu erbaut.


Bönitz (Brandenburg)
Ort Bönitz, Stadt Wahrenbrück, Kreis Elbe-Elster, PLZ 04924, 293 Einwohner

Auszug aus einer Internetseite der Stadt Wahrenbrück:
"Der Ortsteil Bönitz liegt im westlichen Teil der Stadt Wahrenbrück an der B 183. Umgeben ist Bönitz von Feldern, Wiesen und kleinen Kiefernwäldern. Es führen Landstraßen nach Uebigau Koßdorf und Mühlberg und eine Kreisstraße nach Wahrenbrück.
Bönitz umfasst eine Fläche von 8,15 qkm. In Bönitz haben 287 Menschen ihre Heimat gefunden, auf die sie mit Recht stolz sind.
1202 wurde Bönitz erstmalig unter den Namen "Boynitz" urkundlich erwähnt.
Im 13. Jahrhundert war es oftmals Tauschobjekt zwischen weltlichen Grundherren und den Klöstern Mühlberg und Dobrilugk.
Im 30jährigen Krieg wurde Bönitz vor allem von vielen Bränden und der Pest heimgesucht.
Die im Jahre 1545 erbaute Kirche bildet den Ortskern. Sie steht unter Denkmalschutz.
Durch den 2. Weltkrieg hatte das kleine Dorf Opfer und Schäden zu beklagen.
Die Einwohner gingen nach Kriegsende daran, die Schäden zu beseitigen und neue Objekte zu bauen. So wurde z. B. ein Feuerwehrdepot errichtet, es entstand 1969 eine neue Schule, seit 1988 befindet sich darin die Kindertagesstätte.
Schon im 30jährigen Krieg soll es in Bönitz den Lobetanz (Familien- und Dorffest) gegeben haben, der heute noch als Tradition in jedem Jahr ursprünglich jedes erste Juli-Wochenende gefeiert wird."


Langensalza (Thüringen)
Stadt Bad Langensalza, Unstrut-Hainich-Kreis, PLZ 99947, ca. 20.000 Einwohner

Die Stadt Bad Langensalza ist ein staatlich anerkanntes Heilbad im grünen Herzen Deutschlands. Sie liegt in unmittelbarer Nähe des 1997 gegründeten Nationalparks Hainich, dem 13. und jüngsten Nationalpark Deutschlands. Das architektonisch vielfältige Stadtbild wird eingerahmt von einer Stadtmauer und einer Vielzahl gut erhaltener Türme.

Wappen der Stadt Bad Langensalza, Thüringen Geschichte:
Der Name der Stadt ist von dem Flußnamen Salza hergeleitet, dessen älteste Bezeichnung "Salzaha" gewesen ist. Die Stadt war Besitzung des Klosters Hersfeld.
Die erste genau datierte urkundliche Erwähnung von Salza stammt aus dem Jahre 932. Im 11. Jahrhundert wird das weitverzweigte Geschlecht der Herren von Salza erstmals erwähnt, dessen Stammsitz Schloß Dryburg war. 1212 belagerte Kaiser Otto IV. das Schloß, weil die Herren von Salza den Landgrafen Hermann I. von Thüringen unterstützten. Nach kurzem Widerstand ergaben sich die Belagerten. Daraufhin verlieh der Kaiser dem Dorf Salza das Stadtrecht und es begann die Ummauerung der Stadt bis zum Jahr 1282.

1346 kam es zur fast vollständigen Zerstörung der Stadt durch Besitzstreitigkeiten zwischen dem Landgrafen Friedrich II. und dem Erzbischof Gerlach von Mainz.
Mit der Vereinigung der 3 Stadtteile, Jakob-, Alt- und Neustadt im Jahre 1356, erfolgte die Erweiterung der Stadtmauer mit insgesamt 7 Stadttoren und mehr als 30 Wachtürmen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden 6 Stadttore abgebrochen, nur das Klagetor blieb erhalten.
Der Bauernaufstand in Salza im Jahre 1525 endete mit einer blutigen Niederlage.

Infolge der Auswirkungen des 30jährigen Krieges 1618 - 1648, sowie Seuchenepedemien (Pest, Typhus), verringerte sich die Einwohnerzahl der Stadt um die Hälfte.
Der große Brand im Februar 1711 zerstörte den gesamten Nordwestteil der Stadt. Ca. 1000 Gebäude, darunter das Rathaus, fielen den Flammen zum Opfer.
Im 7jährigen Krieg 1756 - 1763 wurde die Stadt geplündert und gebrandschatzt.
Bei Flußregulierungsarbeiten wurde im Jahre 1811 eine Schwefelquelle entdeckt. Nachdem das zutagetretende übelriechende Wasser als heilkräftiges Schwefelwasser analysiert wurde, beschloß man in der Nähe der Quelle ein Badehäuschen zu erbauen. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 02.08.1812. Zur Erinnerung an diesen Tag wird jedes Jahr das Brunnenfest gefeiert.
Am 27. Juni 1866 fand die Schlacht bei Langensalza zwischen Preußen und Hannoveranern statt.
1927/28 erbaute man in der Stadt das neue Schwefelbad. Im darauffolgenden Jahr wurde ein Kurhaus errichtet. Am 28. Juni 1956 erhielt Langensalza den Titel "Bad".

Langensalza wurde 1950 Kreisstadt und gehörte ab 1952 zum Bezirk Erfurt, bis 1990 die Auflösung der Bezirke erfolgte. Bad Langensalza wurde wieder ein Landkreis in Thüringen. 1994 schlossen sich die Altkreise Bad Langensalza und Mühlhausen zum Unstrut-Hainich-Kreis zusammen.
1996 fand man auf dem Gelände des städtischen Freibades in der Böhmenstraße gleich zwei neue Heilwässer. Daraufhin beschloß man die Kuranwendungen nicht nur auf das Schwefelwasser zu beschränken, sondern die neu gewonnenen Sole- und Mineralwasserquellen als Heilmittel einzusetzen. Dort wo man die neuen Quellen fand, wurde ein Kurmittelhaus mit Thermalbad gebaut, welches seine Türen am 21. Mai 1999 für die Besucher öffnete.

Bonitz Familien lebten und wirkten in Langensalza gleich zweimal:
Der Pfarrer Karl Friedrich Bonitz (* 1775) aus Zwönitz in Sachsen kam um 1801 nach Langensalza und wurde Diakonus der Kirche St. Stephani, später der Marktkirche.
Vermählt hatte er sich im Jahre 1803 mit Marie Sophie Schmalkalden, der Bürgermeisterstochter.
Schon im Jahre 1808 wurde er mit dem Amte des Superintendenten betraut. 1817 erhielt Bonitz von der Theologischen Fakultät zu Leipzig das Diplom als Doktor der Theologie.
Großes Verdienst erwarb sich Bonitz um die Regelung des Schulwesens. 1816 war die Einrichtung einer zweiten Mädchenschulklasse erfolgt. 1824 bewirkte er die Umwandlung der in der langen Kriegszeit heruntergekommenen Lateinschule in eine Bürgerschule.
1832 fand die Einrichtung einer geordneten Volksschule statt. 1834 erfolgte die Eröffnung einer Kleinkinderschule (Bewahranstalt) im Waisenhause.
Superintendent Karl Friedrich Bonitz starb 1835 in Langensalza. Er hatte 5 Töchter und zwei Söhne, darunter der bekannte Philologe und Schulreformer in Wien und Berlin, Hermann Bonitz, geboren im Jahr 1814. Da der erste Sohn, Karl, im Ausland verschollen war, verschwand der Name Bonitz um 1844 mit dem Tode von Marie Schmalkalden aus der Stadt.

Um 1882 kam erneut eine Familie Bonitz aus Zwönitz nach Langensalza. Diesmal war es Karl Maximilian Bonitz (* 1858), ein Weber und Kaufmann, der in Glauchau die Webschule besuchte und von dort auch seine Frau Klara Tröger mitbrachte. Karl Max Bonitz war über 50 Jahre begeisterter Turner in der Turngemeinde Langensalza, ihr stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart, und seit 1910 Ehrenmitglied des Vereins. Ebenso war er Kassenführer und Ehrenmitglied des Gesangvereins.
Karl Max hatte drei Kinder, darunter den Langensalzaer Lehrer Karl Bonitz (1894-1968).
Keiner der 7 Enkel von Karl Maximilian Bonitz ist in Langensalza geblieben, so dass der Name wiederum aus der Stadt verschwand.

Umfassendes Material sowie Fotos von Mitgliedern beider Bonitz Familien finden sich im Stadtarchiv von Bad Langensalza.


Zellerfeld (Niedersachsen)
Stadt Clausthal-Zellerfeld, Kreis Goslar, PLZ 38678, ca. 16.000 Einwohner

Lage des Ortes Clausthal-Zellerfeld, Niedersachsen Wappen der Stadt Zellerfeld - Klicken für Details
Auszug aus der offiziellen Homepage der Stadt Clausthal-Zellerfeld:
"Die Bergstadt Clausthal-Zellerfeld ist das Zentrum des Oberharzes. Sie ist 1924 aus dem Zusammenschluß der Bergstädte Clausthal und Zellerfeld entstanden.
Die Bezeichnung "Bergstadt" geht auf die Gründung beider Städte als Bergbaustädte durch den jeweiligen Landesherrn zurück. In einer "Bergfreiheit" wurden der Ansiedlung und ihren Bewohnern Rechte und Freiheiten verliehen, die die Bergstädte aus dem Kreis der in mittelalterlicher Unfreiheit verbliebenen Landstädte heraushoben. Die Bewohner der Bergstädte hatten das Recht, Richter und Rat frei zu wählen, freie Märkte abzuhalten, Holz-, Fisch- und Weiderechte auszuüben und waren vom Kriegsdienst freigestellt, um nur einige Vorrechte zu nennen.
Zellerfeld erhielt die erste Bergfreiheit im Jahre 1532, Clausthal im Jahre 1554. Diese Bergfreiheiten begründeten den besonderen Rechtsstatus einer freien Bergstadt - einer Rechtsstellung, die im Laufe der Jahrhunderte immer mehr eingeschränkt worden ist und die heute nur noch historische Bedeutung hat."

Viele Jahrhunderte lang war Zellerfeld ein Bergbauzentrum im Harz, was auch in den Berufsbezeichnungen der dort nachweisbaren Bonitz-Vorfahren deutlich wird: Bergmann, Untersteiger, Grubensteiger, Bergmeister...
Doch seit 1930 wird in Clausthal-Zellerfeld kein Bergbau mehr betrieben.
Heute ist Clausthal-Zellerfeld eine Universitäts-, und Behördenstadt und zugleich staatlich anerkannter Heilklimatischer Kurort und Wintersportplatz.


Ponitz (Thüringen)
Ort Ponitz, Kreis Altenburger Land, PLZ 04639, ca. 1.900 Einwohner

Die Gemeinde Ponitz liegt im südöstlichen Teil des Altenburger Landes am Flüßchen Pleiße und grenzt unmittelbar an den Freistaat Sachsen an.
Der Ursprung des Ortes liegt vermutlich in der Besiedelung des Gebiets durch die Slawen im 11. und 12. Jahrhundert, was die alte Schreibweise "Ponicz" erklärt.
Im Jahre 1254 wurde das Schloss Ponitz (und damit auch der Ort) gemeinsam mit seinem damaligen Besitzer "Fridericus de Ponicz" erstmalig urkundlich erwähnt, da er bei einer Schenkung als Zeuge genannt wird. 1349 ist in den Geschichtsbüchern von einer Kirche und einem Vorwerk die Rede. Die mittelalterliche Wasserburg wurde 1574 durch einen Renaissancebau ersetzt, der auch heute noch besichtigt werden kann. Der bedeutendste Besitzer des Ponitzer Schlosses war Dr. Wolfgang Conrad von Thumbshirn, der als Diplomat 1648 den Friedensvertrag zur Beendigung des 30-jährigen Krieges mit unterzeichnete und auch maßgeblich am Zustandekommen dieses Vertrages beteiligt war. Dies war auch der Anlaß, im Jahr 1650 die sogenannte Friedenslinde am "Dreierhäuschen" zu Pflanzen.
Wappen des Ortes Ponitz, ThüringenWeit über die Landesgrenzen hinaus ist Ponitz durch die zwischen 1734 und 1737 von Johann Gottfried Silbermann erbaute Orgel in der Friedenskirche bekannt geworden. Diese Orgel ist das 40. Werk des Meisters und führt auch heute noch jedes Jahr Künstler und Freunde der Orgelmusik zu Orgelkonzerten und Orgelseminaren nach Ponitz.

Bis 1920 war Ponitz zum Fürstentum Sachsen-Altenburg zugehörig. Heute besteht die Gemeinde Ponitz aus den Ortsteilen Grünberg, Zschöpel, Merlach und Guteborn und hat eine Einwohnerzahl von etwa 1900 Personen. Im Jahre 2004 feierte die Gemeinde ihr 750-jähriges Bestehen.

Das Wappen von Ponitz zeigt die Friedenslinde zu Ehren des Friedensstifters Thumbshirn sowie drei Orgelpfeifen als Symbol für die Silbermann-Orgel in der Dorfkirche.

Der Heimatverein Ponitz freut sich über einen Besuch auf seiner Homepage.

neu Mittlerweile scheint auch die Beziehung des Ortes Ponitz zum Familiennamen Bonitz oder Ponitz ausreichend belegt zu sein. Horst Naumann schreibt z.B. in seinem Buch über Familiennamen, Bonitz sei ein Herkunftsname zum Ort Ponitz. Laut H. Grünert ("Die altenburgischen Personennamen") wurde der Nachname erstmals im Jahr 1272 als "de Bonizc" erwähnt.


Bonitz (Bohunice)
Landkreis Znaim, Südmähren, Tschechien, ca. 280 Einwohner

Bonitz (Tschechisch: Bohunice) liegt nordöstlich der Kreisstadt Znaim (Znojmo) in unmittelbarer Nachbarschaft der Marktgemeinde Proßmeritz (Prosimerice).
1349 wir der Ort erstmals in einer lateinischen Urkunde als >Pohnicz< genannt. 1350 kam dann ein großer Ortsteil an die Herren von Weitmühl. Im Jahr 1623 wurde die Besitzung durch Wilhelm von Roupova konfisziert.
Im Dreißigjährigen Krieg fast verödet, dann wieder neu besiedelt, wechselten wiederholt die Herrschaftsinhaber.
Um 1700 gehörte der Ort Eleonore Margarethe von Liechtenstein.
Seit 1900 ist Bonitz mit der Nachbargemeinde Proßmeritz räumlich zusammengewachsen, war bis 1938 jedoch selbständig. In Bonitz existierte lange eine Dampfmühle, die 1928 durch elektrischen Strom erweitert wurde. Erste Erwähnung einer Mühle 1508.
Von 1939 bis 1945 war Bonitz als Ortsteil zu Proßmeritz eingemeindet. Nach der Vertreibung der deutschen Einwohner wurde der Ort (jetzt: Bohunice) wieder selbständig, um dann 1949 erneut zu Proßmeritz eingemeindet zu werden.

Siegelmarke des Ortes Bonitz, Mähren Die Gemeinde führte im 19. Jahrhundert ein Gemeindesiegel, das innerhalb der Umschrift 'Gemeinde Bonitz' eine Weintraube, eine Pflugschar und ein Rebmesser zeigt.
Aus dem 20. Jahrhundert ist lediglich ein Schriftstempel bekannt, der im Oval die Worte >GEMEINDE - BONITZ< und dazwischen eine Schmuck-Arabeske enthält. Ähnlich gestaltet war auch die Siegelmarke.

Wolny beschrieb das Dorf - unter der Allod-Herrschaft Frischau mit den damit vereinigten Gütern Bonitz und Gaiwitz - wie folgt:
Bonitz (auch Bohunice), 2 1/2 St. W. vom Amtsorte in der Ebene, hat in 47 Höfen 279 Einwohner (139 männl., 140 weibl.). Es ist hier 1 obrigktl. Schlösschen, welches zur Beamtenwohnung und Brauhause verwendet wird, 1 Branntweinbrennerei mit 1 Pottaschehütte und 1 Wirthshaus. Der Ort ist nach Proßmeritz eingepfarrt und eingeschult, enthielt im Jahre 1364 2 Höfe mit Obst- und Küchegärten, 1508 1 Mühle, und seit 1610 1 Hof "Wegspocharowsky" genannt nebst 1 Brau- und Malzhaus.

Verbindungen des Ortes Bonitz in Mähren zu gleichnamigen Familien sind bisher nicht bekannt.
Auch über die Herkunft oder genaue Bedeutung des Ortsnamens gibt es bisher keine Angaben.

Text und Bilder teilweise von G. Hanak - Danke für die Genehmigung.

Karte des Ortes Bonitz (Bohunice), Tschechien

Luftbild des Ortes Bonitz (Bohunice), Tschechien


Weißkirchen (ungarisch: Fehértemplom, serbisch: Bela Crkva)
Provinz Vojvodina, heute in Serbien, ca. 12.000 Einwohner

Weißkirchen ist eine Kleinstadt in der Provinz Vojvodina, im heute serbischen Teil des Banat - nahe der Grenze zu Rumänien. Der Ort wurde um 1718 von deutschen Siedlern gegründet und gehörte lange Zeit zur Ungarisch-Österreichischen Monarchie.
Die deutschen Einwohner mußten den Ort jedoch mit dem Ende des 2. Weltkriegs und der Machtübernahme Titos verlassen und wurden von dort vertrieben. Das heutige Bela Crkva ist noch immer eine gut erhaltene Barockstadt, die auch bekannt ist für ihre Lage nahe der sieben kristallklaren Seen.

Um ca. 1770 kam Wenzel Bonitz aus Prag nach Weißkirchen und wurde dort seßhaft. Er hatte acht Kinder und 31 Enkel, was auch erklärt, warum der Name Bonitz in Weißkirchen über viele Generationen nachweisbar ist. Aus seiner Familie stammt auch Ferenc (Franz) Bonitz (1868-1936), der als Journalist u.a. eine Position als Ministerialrat und Leiter der Pressestelle des Premierministers bei der Ungarischen Regierung bekleidete.
Heute leben die meisten Nachfahren des Weißkirchener Familienzweiges in Österreich, Süddeutschland oder in den USA.

Panorama von Weißkirchen, ca. 1890

Seite zuletzt aktualisiert am: 25. Februar 2015
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